Bilder, die sich einbrennen
Wanderausstellung „World Press Photo“ im Hauptbahnhof
In der kleinen Schalterhalle des Stuttgarter Hauptbahnhofes werden in der Wanderausstellung „World Press Photo“ noch bis zum 13. September 167 Arbeiten von professionellen Fotojournalisten gezeigt. Foto: Steegmüller
Stuttgart (seb) - Bis zum 13. September präsentiert die Bahn im Stuttgarter Hauptbahnhof die „World Press Photo“-Wanderausstellung. 5847 professionelle Fotojournalisten aus aller Welt haben am Wettbewerb mit mehr als 100 000 eingesandten Bildern teilgenommen.
Bilder, die man nicht so schnell vergisst, Bilder, die ins Auge springen, sind seit vergangenem Freitag in der kleinen Schalterhalle des Hauptbahhofes zu sehen. „Die Ausstellung dokumentiert als ein Stück Zeitgeschichte das Weltgeschehen des vergangenen Jahres“, sagt Projektmanagerin Anna Lena Mehr. In sechs Runden habe eine Jury aus 19 Fotografen und Redakteuren aus 101 960 Bildern - mehr als je zuvor - die 62 beeindrucksten Fotografien ausgewählt. „In den ersten vier Runden nur rein visuell, dann wurde auch die Entstehungsgeschichte der Aufnahmen in der Wertung berücksichtigt“, erklärt Mehr. Aus den zehn Wettbewerbskategorien sind 167 Fotos ausgestellt.
Am eindrucksvollsten ist zweifelsohne der Bereich „Menschen in den Nachrichten“. Denn sowohl die Kriegsbilder aus dem Gaza als auch die Gesichter der Demonstranten im Irak gehen unter die Haut. „Nicht mal zehn Prozent der Ausstellung zeigt schwer verdaubare Kost aus Konfliktgebieten, aber eben diese bleiben besonders haften“, so die 29-Jährige. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Geschichten, die neben den Fotografien veröffentlich sind. Aber auch faszinierende Aufnahmen aus der Natur bis hin zu Kultur, Sport und Wissenschaft werden gezeigt. Die Wanderausstellung, die noch bis zum 13. September in Stuttgart zu Gast ist, wird weltweit an insgesamt 100 verschiedenen Orten präsentiert. Zurzeit ist sie unter anderem in Auckland, Montreal und Mexiko City zu sehen.
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