„Zeigen, was möglich ist“
ESSLINGEN: Reha-Radler machen auf Tour durchs Land Station in der Neckarstadt
(bes) - Sie waren so flott unterwegs, dass Esslingens Kultur- und Sportbürgermeister Markus Raab nicht mal mehr die Hinterräder sah und der geplante kleine Empfang im Alten Rathaus ins Wasser fiel: Die Radler der dritten Bäder- und Reha-Tour hatten auf ihrer neuntägigen Route quer durch das Land auch in Esslingen kurz Station gemacht.
Die paar Kilometer neckaraufwärts von Stuttgart her hatte Initiator Hubert Seiter mit links absolviert: Der drahtige Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ist auch ehrenamtlicher Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg. Und dieser hat die Schirmherrschaft der Tour 2010 übernommen. Die steht unter dem Motto „Zeigen, was möglich ist“. Seiter: „Ziel ist, für die Rehabilitation als wichtiges Angebot zur Wiedereingliederung behinderter und chronisch kranker Menschen in Beruf und Gesellschaft zu werben. Und Spenden für das Projekt des Krebsverbandes Baden-Württemberg ‚Sport und Krebs‘ zu sammeln.“Sozialministerin Monika Stolz hatte die rund 30 Teilnehmer, darunter Menschen mit einer Behinderung, die Spezialräder fahren, sowie Ärzte und Leiter von Reha-Einrichtungen, am Freitag vor dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart auf Tour geschickt. Nach einer kurzen Stärkung und anspornenden Worten von Dieter Kress, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, starteten die Radler in Esslingen durch, ohne Raab getroffen zu haben. „Unser Terminplan ist straff, wir wollen ihn einhalten“, betonte Seiter. Er trat im Übrigen in die Pedale eines speziellen Tandem-Gefährts, auf dem vorn Hasan Ustaosman mitradelt: Der junge Mann hatte vor drei Jahren einen schweren Motorradunfall und war halbseitig gelähmt. Nun nimmt er bereits an der dritten Reha-Tour teil. Was Seiter beeindruckt: „Mobil und mit eigener Kraft Herausforderungen meistern, das macht glücklich, natürlich erst recht im schönen Ländle.“



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