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Auftakt zur Punkte-Sammelaktion

Fußball-Bezirksligist SG Untertürkheim peilt erstes Erfolgserlebnis im Heimspiel gegen die Spvgg Möhringen an

Untertürkheim (tos) - Drei Spieltage und die SG Untertürkheim hat noch keine Ernte eingefahren. Das soll sich ab morgen ändern. Im Heimspiel gegen die Spvgg Möhringen will das Team von Trainer Gunter Wenninger den ersten Dreier einfahren.

Auch wenn die „Null-Punkte-SGU“ bislang ein gern gesehener Gegner war, sieht Gunter Wenninger den klassischen Fehlstart nicht als kritisch an, denn die Leistungen auf dem Platz stimmten. „Die beiden Partien, die ich gesehen habe, waren gut. Selbst gegen das Spitzenteam Vaihingen waren wir ebenbürtig.“ Jedoch habe sich die Schwachstelle klar herauskristallisiert: der Abschluss. Die Chancen sind da, aber niemand der sie verwandelt. Vor allem Neuzugang Adjmal Noorin, der beim Neckarhafen-Pokalturnier reihenweise traf, vergibt hochkarätige Chancen. „Er ist sehr engagiert, manchmal zu übereifrig und übersieht schon mal seine besser postierten Mitspieler. Daran muss er arbeiten.“ Doch Hoffnung ist in Sicht - Oliver Schleicher, im Vorjahr bester SGU-Schütze, steht gegen die Spvgg Möhringen wieder zur Verfügung. „Er weiß, wo das Tor steht, jedoch wird abzuwarten sein, wie fit er ist.“ Eine andere Baustelle sei noch die Abstimmung in der Abwehr. „Die Vierer-Kette klappt, aber manchmal sind sich die Akteure noch uneinig. Doch das wird sich einspielen.“ Das sollte sich gegen die Spvgg Möhrigen. Denn die Spvgg hat nicht nur bislang alles gewonnen, sondern „mit Steffen und Jakob Müller zwei sehr gefährliche Stürmer, die man nicht aus den Augen lassen darf“.Einen ordentlichen Dämpfer bekam der TSV Münster beim 0:4 gegen die SG West verpasst. „So einen Gegner kannst du nur schlagen, wenn neun Spieler stark sind. Gegen West hatten aber nur zwei Normalform“, sagt TSV-Trainer Uwe Braun. Erneut trat auch die Schlafmützigkeit zu Spielbeginn zum Vorschein. Denn in bislang allen drei Partien verpennten die TSV-Kicker die Anfangsphase und gerieten in Rückstand. Warum? „Das kann ich mir auch nicht erklären, habe es aber angesprochen und hoffe, dass wir beim VfL Wangen vom Anpfiff weg hellwach sein werden.“ Einige der „Schlafmützen“ können morgen wohl vorerst weiter vor sich hinschlummern; Braun plant Umstellungen. „Alle 23 Spieler sind fit, da kann es durchaus Veränderungen in der Startformation geben“, so der Übungsleiter, ohne konkret zu werden.

Der VfL Wangen war vergangene Woche spielfrei und spielte sich beim 4:1-Sieg im Pokal gegen den SV Gablenberg II schon etwas ein für das morgige Heimspiel gegen den TSV Münster, bei dem drei Punkte anvisiert werden. „Zu Hause müssen die Punkte für den Klassenerhalt geholt werden“, gibt Trainer Michael Mährle die Richtung vor. Er hat die Münsterer vergangene Woche bei der Niederlage gegen West beobachtet und weiß, „wie sie zu knacken sind, aber das bleibt mein Geheimnis“. Voraussetzung ist jedoch: „Mit der Einstellung wie beim Auftaktsieg gegen die SGU ans Werk zu gehen und nicht so einen Angsthasen-Fußball zu zeigen wie gegen West“, so Mährle. Ausfallen wird Mittelfeldspieler Carmine Marvulli (Zerrung), dafür wird Neuzugang Jorge Coelho auflaufen. Eine weitere Alternative hat der VfL im Sturm: Riccardo Pellegrino steht nach seinem Urlaub wieder zur Vefügung.

„Wir kassieren derzeit Tore“, sagt Holger Traub, „über die würden wir bei youtube herzhaft lachen“. So wollte zuletzt zum Beispiel Schlussmann Emanuel Rehm den Ball wegschlagen und traf einige Meter entfernt einen einfach herumstehenden Calcio Stürmer am Kopf und der Ball flog über Rehm hinweg ins Tor. Doch zum Lachen ist dem Trainer des SV Grün-Weiß Sommerrain derzeit nicht zumute. „Die Situation ist stabil schlecht“, beschreibt er die Lage. Besserung sei erst Mitte September zu erwarten. „Derzeit herrscht ein Kommen und Gehen, zudem hat sich Andi Fix erneut verletzt, so dass erst in zwei, drei Wochen alle Spieler zur Verfügung stehen werden.“ Diese Zeit gilt es bei den Sommerrainer nun zu überbrücken, am besten mit möglichst vielen Erfolgserlebnissen. Das wird jedoch beim morgigen Gastspiel bei Croatia-Zagreb (spielen auf der Anlage des SV Heslach) schwer. „Eine spieltstarke Truppe, die im Vergleich zum Vorjahr nicht wieder zu erkennen ist.“

Schwere Zeiten sind beim SV Gablenberg angebrochen. Nach den ersten drei Begegnungen und dem Pokal-Aus am vergangenen Dienstag gegen den Kreisliga-A-Verein Kemnat, heißt das primäre Ziel „nur nicht hinten reinrutschen“, sagt Trainer Alexander Russky. Für den Coach ist dies eigentlich nicht nötig, schaut man sich nur die Spielernamen an. „Wir verfügen immer noch über genügend fähige Spieler, um uns dauerhaft im gesicherten Mittelfeld zu etablieren.“ Jedoch würde sich die Mehrzahl der Akteure nicht auf sich selbst und die eigenen Stärken konzentrieren, „vielmehr wird die Schuld auf den anderen geschoben, anstatt sich auf das Wesentliche, den Ball, Gegner und das Spiel zu besinnen“, hat Russky erkannt. Nun sei er gefordert, dieses Problem zu beheben. Wegen der Disharmonie auf dem Platz sieht Russky sein Team beim punktlosen Schlusslicht SV Sillenbuch als Außenseiter und würde sich „schon über einen Punkt“ freuen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torjäger Martin Rücker (Bluterguss im Knie), im Vergleich zum Pokalspiel sind jedoch Robert Gliniars und Patrick Binder wieder an Bord.

In der Bezirksliga-Rems-Murr erwartete der TSV Schmiden den SV Kaisersbach. Nach den zwei Unentschieden zum Saisonauftakt möchte der TSV nun seinen ersten Dreier einfahren. „Doch das wird schwer“, weiß Schmidens Coach Milan Milosevic. „Kaisersbach hat ein sehr kompaktes Team“, beschreibt Milosevic die gegnerische Mannschaft. „Vor allem in der Offensive ist Kaisersbach sehr gut besetzt. Da müssen wir aufpassen.“

 

Artikel vom 04.09.2010 © Eßlinger Zeitung

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