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Nur das Ergebnis zählt

Fußball-Landesligist SV Fellbach empfängt TSG Backnang

Fellbach (tos) - Mit einem blauen Auge kam der SV Fellbach in der Partie beim Aufsteiger SV Michelbach davon. Kurz vor Schluss erzielte man den 3:3-Ausgleich. Mit der TSG Backnang gastiert heute Abend (19.30 Uhr) jedoch ein ganz anderes Kaliber am Max-Graser-Stadion.

Auch wenn die Fellbacher im Vorfeld der Michelbacher-Partie den Dreier eingeplant hatten, fand Trainer Lothar Buckenberger etwas Positives am 3:3. „Ein 0:2-Rückstand wurde ausgeglichen und dann auch noch ein 2:3-Rückstand aufgeholt. Das spricht für eine gute Harmonie der Truppe“, so Buckenberger. Jedoch hat er auch Mängel erkannt. Besonders was die Abteilung Toreverhinderung anbelangt. Die Vierer-Kette harmoniere noch nicht, daran müsse weiter gearbeitet werden, es fehle an der Kompaktheit. Aber auch die Abteilung Kreativität sei noch nicht in Topform. „Es reicht nicht, wenn man feldüberlegen ist. Wir haben uns kaum Torchancen erarbeit, müssen mehr über die Flügel spielen, zumal Michelbach sehr, sehr tief stand.“ Und diese Form von destruktiver Spielweise wird den Fellbachern noch häufig begegnen. Es ist nicht zu erwarten, dass viele Mannschaften gegen den SVF, der ebenfalls zum Favoritenkreis zählt, munter nach vorne spielen, um somit genügend Raum zum Kombinieren lassen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sich etwa die Hälfte der Teams gegen uns in der eigenen Hälfte verschanzen werden und wir sie spielerisch auseinandernehmen müssen.“ Auch wenn es noch nicht rund läuft beim SVF, ist der Coach zuversichtlich, zumal seit dieser Woche nun alle Spieler zur Verfügung stehen und „wir das trainieren können, was ich eigentlich schon in der Vorbereitung einstudieren wollte.“ Ende September sei dann mit gutem Fußball zu rechnen. „So lange brauchen wir etwa noch, um uns einzuspielen.“ Bis dahin zählt auf dem Weg zum Spitzenplatz nur „das pure Ergebnis, egal wie es zustande kommt.“ Das gilt auch für das heutige Spiel gegen den Titelanwärter TSG Backnang. „Wie gewonnen wird, egal - hauptsache es wird gewonnen.“ Die Partie Fellbach - Backnang bedeutet auch das Duell zweier unterschiedlicher Philosophien. Während Backnang „mal geschwind acht Spieler gehen lässt und mindestens genauso viele erfahrene verpflichtet, verstärken wir uns auf wichtigen Positionen mit Routiniers, der Rest des Teams setzt sich aus hungrigen Nachwuchsakteuren zusammen.“ Man darf gespannt sein, welche Philosophie heute die Nase vorne haben wird.

 

Artikel vom 03.09.2010 © Eßlinger Zeitung

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