Kuschelige Sympathieträger
ESSLINGEN: Mütterzentrum produziert Bärenkalender zugunsten der Villa Pebra
Nicht nur Kinder lieben sie. Auch die Herzen vieler Erwachsener fliegen den Teddybären zu. Mit dem Kalender „Bären in der Villa Pebra“ machen sich die kuscheligen Sympathieträger jetzt für das Esslinger Mütterzentrum (Müze) stark. Der Erlös aus dem Verkauf der Wand- und Tischkalender kommt dem Umzug des Müze in die alte Fabrikantenvilla in der Martinstraße zugute.
Bevor der Umbau der Villa Pebra begann, „wollten wir den leicht morbiden Charme dieses wunderschönen Gebäudes noch einmal festhalten“, erzählt Mathias Ebner vom Vorstand des Müze. Und so lag es nahe, „mit den Fotos einen Bezug zur künftigen Nutzung des Hauses herzustellen“, erklärt Susan Ferront, die sich ebenfalls ehrenamtlich im Vorstand engagiert. Wenn die Sanierung wie geplant läuft, wird das Mütterzentrum Ende des Jahres in die Villa umziehen und dort eine Kindertagesstätte mit 20 Plätzen eröffnen. Da der Verein den Umzug sowie einen Teil der Einrichtung und Ausstattung selbst finanzieren muss „und noch ein paar tausend Euro fehlen“, ist er auf Sponsoren angewiesen. „Wir wollen aber nicht nur um Geld bitten, sondern zeigen, dass wir auch eigenständig Geld generieren können“, unterstreicht Mathias Ebner, der froh ist, dass sich auch der Stuttgarter Fotograf und Grafiker Conny Geiger von der Idee begeistern ließ - und ehrenamtlich zur Kamera griff.
„Noch mehr draus machen“
Die Protagonisten waren schnell gefunden: Bruno Weber, Inhaber des Esslinger Teddybärenfachgeschäfts Bruno Bär, lieh dem Mütterzentrum für das Kalender-Projekt zwei Plüschbären aus dem Hause Steiff aus. Während der Fototermine ließen sich Mathias Ebner und Conny Geiger vom Ambiente der alten Fabrikantenvilla inspirieren. „Die Motive sind spontan entstanden“, erzählt der Fotograf. So steigt Meister Petz mal eine Holztreppe hinauf, schaut neugierig aus einem kleinen Fenster, lehnt lässig an der Wand, rutscht auf dem hölzernen Treppengeländer hinunter oder macht es sich mit einem Buch auf dem alten Parkettboden bequem.
„Wir sind von den Motiven ganz begeistert“, schwärmt Susan Ferront, die schon davon träumt, dass die Bären nicht nur Kalenderblätter zieren. „Die Fotos sind ja jetzt vorhanden. Da kann man sicher noch mehr draus machen.“



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