Kein Nutzungsvertrag für Hausbesetzer
Esslingen (biz) - Die jungen Leute, die am 2. Juni das leerstehende Güterabfertigungsgebäude neben dem Esslinger Bahnhof besetzt und tags darauf nach Verhandlungen mit der Stadt und der Polizei wieder geräumt haben, bekommen keinen achtwöchigen Nutzungsvertrag für das Bürohaus samt angrenzender Halle. Rathaussprecher Roland Karpentier führt „bauordnungsrechtliche Gründe an“, warum man den Jugendlichen die städtische Immobilie nicht bis zum geplanten Abriss überlassen könne. Verwaltungsspitze und Gemeinderat wollten darüberhinaus aber auch keinen Präzedenzfall schaffen. Schließlich lebe man in einem Rechtsstaat und lasse sich mit Hausbesetzungen nicht erpressen. Wie berichtet, wollte der lose Zusammenschluss links-alternativer Gruppierungen aus dem Kreis Esslingen und aus Stuttgart mit der Aktion unter anderem seinen Wunsch nach einem Platz oder Ort in Esslingen unterstreichen, an dem sich die Jugendlichen frei von Konsumzwang und fester Organisation treffen und Party machen können. „Wir haben für die Jugendlichen in Esslingen auch viele nicht kommerzielle Angebote“, verweist hingegen Rathaussprecher Karpentier auf die Jugendtreffs und jugendhausähnlichen Einrichtungen.
Bekanntlich wird der Güterbahnhof neu überplant, das alte Abfertigungsgebäude soll bereits in den nächsten Monaten fallen.



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