EZ-TELEFONAKTION THEMA DARMKREBS
Für die Krankheit gibt es meist keine Warnzeichen
ESSLINGEN: Am 23. März gibt es zwischen 18 und 19.30 Uhr einen direkten Draht zu fünf Spezialisten des Esslinger Darmzentrums
Die Häufigkeit von Darmkrebs nimmt mit dem Lebensalter zu. Aber auch jüngere Menschen können daran erkranken, wenn in ihren Familien Darmkrebs gehäuft auftritt. Deshalb ist es für Familienangehörige von Darmkrebspatienten besonders wichtig, ihr persönliches Risiko abzuklären. Bei rund einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt eine erbliche Veranlagung vor. Ist in der Familie kein Fall bekannt, haben Patienten ab dem 51. Lebensjahr Anspruch auf einen Stuhltest, bei dem der Stuhl auf verstecktes Blut untersucht wird.
Ab dem 56. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung. Ab dann kann man zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen. Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe sind nach allen vorliegenden Daten sowohl der Stuhl-Blut-Test für Männer und Frauen ab 50 Jahren als auch die Darmspiegelung ab 55 Jahren sinnvolle Maßnahmen zur Früherkennung. Bei einer erblichen Belastung für Darmkrebs kann über das Angebot des Stuhl-Blut-Tests und der Darmspiegelung hinaus ein spezielles und engmaschigeres Früherkennungsprogramm sinnvoll sein.
Aussagekräftige Untersuchung
Darmkrebs gilt als stille Krankheit, es gibt meist keine Warnzeichen und Symptome - erst dann, wenn der Krebs bereits fortgeschritten ist. „Dies macht Vorsorgeuntersuchungen so wichtig“, betont Geißler. Doch „leider fürchten sich viele vor der wichtigsten und aussagekräftigsten Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs, der Koloskopie, also der Darmspiegelung“, ergänzt Staib. Vor allem die ihr vorhergehende Darmreinigung stehe in dem Ruf, eine Qual zu sein. Doch mittlerweile gebe es moderne Trinklösungen, die die Darmreinigung angenehmer, leichter und weniger belastend machten.
Alle Fragen rund um das Thema Darmkrebs können am Dienstag, 23. März, fünf Medizinern gestellt werden. Die Expertenrunde ist zwischen 18 und 19.30 Uhr zu erreichen. Neben den Chefärzten Geißler und Staib nimmt daran Wolfgang Vogt von der Klinik für Onkologie, Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin teil. Der Leiter des Endoskopiezentrums bietet regelmäßig auch die Crohn/Colitis-Sprechstunde am Klinikum an. Zu der Expertenrunde zählen am Dienstagabend mit Marc Meinikheim und Bernd Neef auch zwei niedergelassenen Kooperationspartner des Darmzentrums, beides Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie.
Die Expertenrunde ist am Dienstag, 23. März, zwischen 18. und 19.30 Uhr zu erreichen.
Professor Michael Geißler
Tel. 07 11/93 10-217
Professor Ludger Staib
Tel. 07 11/93 10-220
Wolfgang Vogt
Tel. 07 11/93 10-146
Marc Meinikheim
Tel. 07 11/93 10-246
Bernd Neef, Tel. 07 11/93 10-215



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