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EZ-TELEFONAKTION THEMA DARMKREBS

Für die Krankheit gibt es meist keine Warnzeichen

ESSLINGEN: Am 23. März gibt es zwischen 18 und 19.30 Uhr einen direkten Draht zu fünf Spezialisten des Esslinger Darmzentrums

(bes) - Jährlich erkranken etwa 73 000 Menschen neu an Darmkrebs, 27 000 sterben daran. Früh erkannt ist diese Krankheit jedoch gut heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats März empfiehlt das Darmzentrum Esslingen daher, regelmäßig an der Früherkennung teilzunehmen und sich zu informieren. Diese Möglichkeit bietet am 23. März eine Telefonaktion in Kooperation mit der Eßlinger Zeitung.
Die Klinik für Onkologie, Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin unter Leitung von Professor Michael Geißler und die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter Leitung von Professor Ludger Staib haben sich mit Kooperationspartnern aus dem ambulanten und dem stationären Bereich zum Darmzentrum zusammengeschlossen. Damit soll eine optimale Behandlung der Patienten mit Darmkrebs angeboten werden. Alle beteiligten Spezialisten orientieren sich dabei an den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.

Die Häufigkeit von Darmkrebs nimmt mit dem Lebensalter zu. Aber auch jüngere Menschen können daran erkranken, wenn in ihren Familien Darmkrebs gehäuft auftritt. Deshalb ist es für Familienangehörige von Darmkrebspatienten besonders wichtig, ihr persönliches Risiko abzuklären. Bei rund einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt eine erbliche Veranlagung vor. Ist in der Familie kein Fall bekannt, haben Patienten ab dem 51. Lebensjahr Anspruch auf einen Stuhltest, bei dem der Stuhl auf verstecktes Blut untersucht wird.

Ab dem 56. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung. Ab dann kann man zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen. Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe sind nach allen vorliegenden Daten sowohl der Stuhl-Blut-Test für Männer und Frauen ab 50 Jahren als auch die Darmspiegelung ab 55 Jahren sinnvolle Maßnahmen zur Früherkennung. Bei einer erblichen Belastung für Darmkrebs kann über das Angebot des Stuhl-Blut-Tests und der Darmspiegelung hinaus ein spezielles und engmaschigeres Früherkennungsprogramm sinnvoll sein.

Aussagekräftige Untersuchung

Darmkrebs gilt als stille Krankheit, es gibt meist keine Warnzeichen und Symptome - erst dann, wenn der Krebs bereits fortgeschritten ist. „Dies macht Vorsorgeuntersuchungen so wichtig“, betont Geißler. Doch „leider fürchten sich viele vor der wichtigsten und aussagekräftigsten Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs, der Koloskopie, also der Darmspiegelung“, ergänzt Staib. Vor allem die ihr vorhergehende Darmreinigung stehe in dem Ruf, eine Qual zu sein. Doch mittlerweile gebe es moderne Trinklösungen, die die Darmreinigung angenehmer, leichter und weniger belastend machten.

Alle Fragen rund um das Thema Darmkrebs können am Dienstag, 23. März, fünf Medizinern gestellt werden. Die Expertenrunde ist zwischen 18 und 19.30 Uhr zu erreichen. Neben den Chefärzten Geißler und Staib nimmt daran Wolfgang Vogt von der Klinik für Onkologie, Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin teil. Der Leiter des Endoskopiezentrums bietet regelmäßig auch die Crohn/Colitis-Sprechstunde am Klinikum an. Zu der Expertenrunde zählen am Dienstagabend mit Marc Meinikheim und Bernd Neef auch zwei niedergelassenen Kooperationspartner des Darmzentrums, beides Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie.

Die Expertenrunde ist am Dienstag, 23. März, zwischen 18. und 19.30 Uhr zu erreichen.

Professor Michael Geißler

Tel. 07 11/93 10-217

Professor Ludger Staib

Tel. 07 11/93 10-220

Wolfgang Vogt

Tel. 07 11/93 10-146

Marc Meinikheim

Tel. 07 11/93 10-246

Bernd Neef, Tel. 07 11/93 10-215

 

Artikel vom 19.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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Leser-Kommentare (1)

-› Artikel kommentieren

21.03.2010 13:20 von K. Neumann

Als hätte Max Gerson nie gelebt. Nun ja, man traut sich in D noch nicht einmal, die Originalausgabe zu drucken. Aber jeder kann sie sich aus den USA besorgen. Aber Seeger wäre frei verkäuflich. Nur nicht lesbar für den Normalpatienten. Die Prognose bei Darmkrebs ist immer gut, weil man die Toxine resultierend aus einer Fehlbesiedlung des Darmes bei Krebskranken mit der Verkürzung des Darmes reduziert. Es gab einen englischen Chirurgen, der bei jedem Krebs ein Stück Darm entfernt hat und damit die Prognose verbesserte. Die alten Hausärzte wussten noch, dass es in Familien eben auch Ernährungstraditionen gab, die "vererbt" wurden. Und die Wirkungen natürlich dazu, wenn man ein guter Beobachter war. Heute hat der Supermarkt diese Ernährungstradionen wohl in den meisten der Fälle übernommen. Entsprechend "individuell" agiert die Medizin. Ja, und wer in D einen alternativen Weg sucht zu dem, was die "Schule" bietet oder damit nicht zufrieden ist, da hat der Bundessozialgerichtshof vorgebeugt: auch wenn die Methode in dem beschriebenen Fall offensichtlich ein Menschenleben gerettet hat und auch andere retten könnte, ist sie doch nicht medizinisch-wissenschaftlich und daher nicht erstattungsfähig durch die Kassen. Nachzulesen im Buch von Wolf-Dieter Kudwig: Krebs: Ausweg aus d. Sackgasse , Wandlungen seit d. Issels-Prozess. Ja, der Markt in diesem Gesundheitssystem ist klar geregelt auch vor den Gerichten. Wie in der Kirche: nach dem Gebet folgt das Amen. Deswegen ist es besser man schweigt und schaut zu. Denn der Medizin geht das Argument nicht aus, weil sie die Daten nach ihren Kriterien verwaltet. Und die gelten vor den Gerichten. Nur, wie lange trägt sich das alles noch, wenn bereits jeder 9. im Gesundheitssystem arbeitet laut einer Meldung in der EZ und schliesslich von den Beitragszahlern leben muss, die gesund sein müssen, um diese Beiträge auch erwirtschaften zu können durch ihre Arbeit.


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