„Grüne verbreiten falsche Aussagen“
Esslingen (red) - Mit scharfer Kritik reagiert der SPD-Politiker Wolfgang Drexler auf eine Veranstaltung der Esslinger Grünen zu dem Bahnprojekt Stuttgart 21. Er wirft den Gegnern des Vorhabens vor, im Alten Rathaus mit falschen Aussagen die Stimmung angeheizt zu haben. Auch IHK und Handwerk weisen die Kritik der Grünen zurück.
„Es geht offensichtlich nicht um Argumente, sondern um einseitige Polemik“, schreibt Drexler, der als „Mister Stuttgart 21“ für das Vorhaben wirbt. Befürchtungen, Stuttgart 21 führe zu einem schlechteren Angebot für Bahnkunden in Esslingen, hält Drexler für „völlig aus der Luft gegriffen“. Er ärgert sich auch darüber, dass bei den Grünen die Chancen unerwähnt bleiben, die sich nach seiner Ansicht mit dem Bauvorhaben für den öffentlichen Nahverkehr und für die Beschäftigung in der Region eröffnen.
Völlig abwegig ist in Drexlers Augen der Versuch, den Eindruck zu erwecken, Stuttgart 21 sei nach dem Beginn der ersten Bauarbeiten noch zu kippen. „Es ist mehr als unehrlich, allein aus wahlkampfpolitischen Gründen den Menschen die Unwahrheit zu erzählen.“ Den Gegnern des Vorhabens kreidet er weiter an, dass sie die negativen Folgen verschweigen, die sich aus ihrer Forderung nach einer Erhaltung des Kopfbahnhofs in Stuttgart ergeben würden. Der Bau neuer Gleise im Neckartal sowie eines Tunnels an der Gemarkungsgrenze zwischen Stuttgart und Esslingen, der zur Filderebene führt, wäre Drexler zufolge die Konsequenz. Weil dies für die Anwohner unzumutbar wäre, würden die Gegner von Stuttgart 21 über dieses Thema schweigen.
Die IHK Esslingen unterstreicht in ihrer Pressemitteilung die Wichtigkeit, die Stuttgart 21 für die Region besitze. „Wir sind der Industriestandort in Deutschland. Und wir wollen das bleiben. Dazu brauchen wir auch Stuttgart 21“, schreibt Hilde Cost, die Leitende Geschäftsführerin. Zu einer Stellungnahme sieht sich auch die Kreishandwerkerschaft im Kreis Esslingen veranlasst. Kreishandwerksmeister Manfred Scharpf betont in einer Pressemitteilung, die positiven Folgen für die Beschäftigung in der Region und auch im Kreis seien belegt. Mit dem Verkehrsprojekt selbst werde die „Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs“ gesichert. Er ist überzeugt, dass nach dem Baustart der „hohe Nutzen des Projekts immer deutlicher werden wird“.



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