Große Pläne für Hengstenberg-Areal
ESSLINGEN: Esslinger Wohnungsbau erwirbt Option - Aussichtsreiche Gespräche mit möglichen Mietern
Über den vereinbarten Preis bewahrten beide Seiten gestern Stillschweigen. Bedeckt hielt sich der EWB-Geschäftsführer auch bei der Frage nach möglichen Nutzern. Seine Aussagen zu einem ersten Bauabschnitt in dem westlichen Teil des Geländes, der spitz zuläuft, sind wenig konkret. Die Rede ist von den Bereichen Bildung, Erziehung und Wissenschaft sowie Dienstleistungen und Büros. Für den zweiten Bauabschnitt sind Wohnungen und „flankierende gewerbliche Nutzungen“ im Gespräch.
Auf Nachfrage deutet Schröter an, dass heutige Mieter des Life Science Centers starkes Interesse zeigen, auf das frühere Hengstenberg-Gelände umziehen. Zu diesem Schritt sähen sich die Firmen wegen der wachsenden Raumnot in der Zukunftsfabrik gezwungen. Wohnungsbau bietet sich dem Geschäftsführer zufolge mit Blick auf die „reizvolle Lage am Roßneckar“ an.
EWB will Firmensitz verlegen
Konkreter wird Schröter allein, wenn es um die Pläne geht, den eigenen Firmensitz von der Plochinger in die Mettinger Straße zu verlegen. Am heutigen Standort sei das Unternehmen beengt, sagt er. Der Kauf des Hengstenberg-Areals eröffne die Chance, dieses Problem zu lösen. Vorsichtig äußert sich die EWB zu einem etwaigen Einzug der Volkshochschule. „Eine Einigung wäre sehr schön“, räumt Schröter ein. Allerdings betont er, dass diese Entscheidung allein der Gemeinderat trifft. „Das Konzept, an dem wir arbeiten, muss auch ohne Volkshochschule funktionieren.“
Die EWB hat zwei Projektgesellschaften gegründet, die auf dem Hengstenberg-Areal die Weichen stellen sollen. Zu deren Aufgaben zählt die Suche nach Investoren, die in das Konzept eingebunden werden. Schröter sieht das ganze Vorhaben in einem größeren Zusammenhang. „Es gehört zu dem Ziel, den Güterbahnhof zu bebauen.“ Für die eigenen Pläne gilt es folglich den städtebaulichen Wettbewerb abzuwarten, der für die Neue Weststadt und den Neckaruferpark vorbereitet wird. Anfang 2011 soll er zeigen, wie es auch auf dem Hengstenberg-Areal weitergeht.
Bei seinem Bemühen wird Schröter von den besten Wünschen des Eigentümers begleitet. Geschäftsführer Steffen Hengstenberg kommentiert die aktuelle Entwicklung so: „Auf dem langen Weg zu einer guten Nachnutzung ist das ein großer Schritt. Mit der EWB haben wir einen Partner gefunden, der an dieser Stelle eine qualitativ hochwertige Lösung verspricht.“



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