Gutachter: An allen Konsolen Probleme
Esslingen (biz) - Die Probleme mit unzureichenden Eisenbügeln bei der Deckenkonstruktion im Esslinger Schelztor-Gymnasium weiten sich aus. Laut Rathaussprecher Roland Karpentier hat der hinzugezogene Gutachter festgestellt, dass nicht nur an einer Betonkonsole zu wenige oder zu kurze Eisenbügel verwendet worden sind, sondern „dass alle 17 Konsolen ertüchtigt werden müssen“, wie sich Karpentier gestern ausdrückte. Auf die Stadt kommen Sanierungskosten in Höhe von rund 40 000 Euro zu. Die Reparaturarbeiten sollen so schnell wie möglich beginnen. Da die Stadt die Dachkonstruktion bereits mit provisorischen Stahlsäulen zusätzlich sichern ließ, bestehe keinerlei Gefahr für die Schüler und Lehrer.
Wie berichtet, hatte der Hausmeister der Schule in den Faschingsferien einen daumengroßen Riss in einer der Betonkonsolen entdeckt, die die Last des Shed- und Flachdachs im Hauptgebäude über die waagrechten Dachträger in die senkrechten Stützen des Stahlbetontragwerks ableiten sollten. Der Eigenbetrieb Städtische Gebäude Esslingen ließ daraufhin sicherheitshalber zusätzliche Stützen aus Stahl einbauen und einen Statiker kommen. Bei der Überprüfung stellte es sich heraus, dass die Eisenbügel in der betreffenden Betonkonsole nicht in ausreichendem Maße vorhanden waren. Man hoffte, dass die Metallbügel, die seit dem Kölner U-Bahn-Pfusch in aller Munde sind, nur an dieser einen Konsole nicht fachgerecht eingearbeitet wurden, zumal dort auch der Dachträger nicht mit einer ausreichend großen Fläche auf der Konsole auflag.
Zur Überprüfung ließ die Stadt einen Gutachter kommen, der jetzt die einzelnen Konsolen mit einer Art Röntgenverfahrern durchleuchtete - und bei allen Handlungsbedarf festgestellt hat.



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