Erleichterung bei den Eltern
ESSLINGEN: Bei der Zusammenlegung von Burg- und Schillerschule bleiben die bestehenden Klassen erhalten
Die Eltern der Esslinger Schiller- und Burgschule können aufatmen. Wenn die beiden bisherigen Grund- und Hauptschulen an der innerstädtischen Klaraanlage im Herbst zusammengelegt werden, bleiben die bestehenden Klassen erhalten. Somit kommt es - jedenfalls vorerst - dort nicht zu größeren Klassen.
Das hat Schulrat Uwe Maurer vom Staatlichen Schulamt Nürtingen den Eltern jetzt auf einem gemeinsamen Elternabend versichert. Die beiden Schulen werden im Zuge der Esslinger Hauptschulentwicklungsplanung im kommenden Schuljahr zu einer drei- bis vierzügigen Grundschule mit einer dreizügigen Werkrealschule zusammengelegt. Vor allem die Grundschuleltern befürchteten mit der angepeilten Konzentration auch deutlich größere Klassen. Zumal sich in den letzten Wochen die Lage noch verschärft hatte, weil das Land die zusätzlichen Lehrerwochenstunden, die die Burgschule als sogenannte Alterlass-Schule für ihren Ganztagsbetrieb bislang bekommt, herunterschrauben wollte. „Wir haben gekämpft und uns mit einem Schulterschluss vieler Beteiligter Luft verschafft“, freute sich der Elternbeiratsvorsitzende Joachim Koschu deshalb jetzt über die Ankündigung der neuen Kultusministerin, die Kürzung zum nächsten Schuljahr noch nicht umzusetzen. „Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben“, kündigte Koschu Wachsamkeit und notfalls auch Widerstand an.
Auflösung hat formale Gründe
Diese zusätzlichen Lehrerstunden waren auch ein Grund dafür, warum die Schillerschule formal aufgelöst und der Burgschule zugeschlagen wird. „Das hat wirklich nur diese formalen Gründe. Für uns hat es sich immer um eine Fusion beider Schulen gehandelt“, erklärte Burgschulleiter Klaus Hummel den Eltern. Sein Schillerschul-Kollege Ulrich Manz geht zum Ende des Schuljahrs in den Ruhestand. Hummel leitet die fusionierte Schule, die sich möglichst bald auch einen neuen Namen geben wird. Schillerschul-Konrektorin Barbara von Lauenstein übernimmt diese Funktion auch an der gemeinsamen Schule.
Wenn im nächsten Schuljahr der zusammengelegte Betrieb startet, werden die Klassen eins und fünf neu gebildet, für die bestehenden Klassen ändert sich aber nichts. Für die neuen Klassen in der Zukunft kann das Staatliche Schulamt laut Maurer aber keine Garantie für die Klassengröße übernehmen. Hier will die Stadt in den nächsten Jahren zumindest im Werkrealschulbereich mit flexiblen Schulbezirken dafür sorgen, dass sich die Klassengrößen maximal zwischen 22 und 26 Schülern bewegen.
Während die Werkrealschule künftig als gebundene Ganztagsschule geführt werden soll, haben die Innenstadt-Eltern im Grundschulbereich auch künftig die Wahl zwischen Halbtags- oder Ganztagsschule. Allerdings müssen die Burgschuleltern, die heute ihre Kinder bereits um sieben Uhr in die Schule bringen können, im nächsten Jahr dafür die kostenpflichtige Frühbetreuung in Anspruch nehmen.
Frühbetreuung ist kostenpflichtig
Das liegt nicht nur daran, dass die Anfangszeiten beider Schulen aufeinander abgestimmt werden müssen. Derzeit ist es vielmehr nur einer glücklichen Konstellation zu verdanken, dass die Eltern ihre Kinder schon 40 Minunten vor Unterrichtsbeginn in die Schule schicken können. Denn der Anerkennungspraktikant, den die Stadt der Schule für ihre Integrationsklasse finanziert, ist bereits ab 7 Uhr im Haus. Doch diese Klasse und diese Stelle wird es so künftig nicht mehr geben. Die städtischen Vertreter versicherten den Eltern, notfalls eine neue Frühbetreuungsgruppe aufzumachen. Immerhin sind derzeit rund 40 Burgschulkinder schon lange vor dem ersten Klingeln im Schulhaus.



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