„Gremien werden weiblicher “
KREIS ESSLINGEN: Katholiken haben die Wahl
(hin) - Am kommenden Wochenende sind die Katholiken im Landkreis Esslingen zu den Kirchengemeinderatswahlen aufgerufen. 120 000 Wahlberechtigte entscheiden dann über den Kurs der Katholischen Kirche vor Ort. Es wird mit einem Generationenwechsel gerechnet.
Kirchenmitglieder, die 16 Jahre und älter sind, können am Samstag und Sonntag, 13. und 14. März, die gut 400 Kirchengemeinderäte im Kreis wählen. Wann und wo sie ihre Stimmen jeweils abgeben können, haben die Wahlberechtigten in einer in den vergangenen Wochen zugesandten Benachrichtigung erfahren. Meist sind die Wahllokale in den Stunden um die Gottesdienste geöffnet. Die meisten, die ihre Stimme abgeben, würden das aber per Briefwahl tun, sagt Dekanatsreferent Oliver Schütz. Die Unterlagen hierfür wurden den Mitgliedern ebenfalls zuletzt zugestellt.
Über Finanzen bestimmen
Die Kirchengemeinderäte bestimmen über die Finanzen und die wichtigsten Belange der 32 Pfarreien. Außerdem entsenden sie Delegierte in den Dekanats- und den Diözesanrat. Nicht nur die 105 000 Wahlberechtigten in den 32 Pfarreien sind am Wochenende zur Wahl aufgerufen, auch die 5200 Mitglieder der vier italienischen und der vier kroatischen Gemeinden im Kreis wählen ihre Pastoralräte.
Der neue Dekan Paul Magino wertet es als ein Hoffnungszeichen, dass sich ausreichend Kandidaten im katholischen Dekanat Esslingen-Nürtingen zur Wahl haben aufstellen lassen. „Kirche lebt vor allem von den Menschen, die sich engagieren“, betont Magino. Er hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, damit die Unterstützung der Gemeinden für die ehrenamtlichen Kirchengemeinderäte deutlich wird.
Jugend tritt an
„Die Gremien werden weiblicher“, kündigt Oliver Schütz angesichts der Kandidatenlisten bereits an. Ziehe man kreisweit Bilanz, so machen ungefähr 50 Prozent der bisherigen Kirchengemeinderäte weiter, die andere Hälfte scheidet aus. Das bedeute Kontinuität. Gleichzeitig würden allerdings neue Ideen in die Gemeindearbeit einfließen, betont der Dekanatsreferent.
Für letztere werden dann vor allem junge Leute sorgen, denn von denen stellen sich viele zur Wahl. Schütz rechnet daher mit einem Generationswechsel.
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