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KINDERLEICHT

Merkel darf in China nicht jeden treffen

Peking/Berlin (dpa) - „Bei uns muss sich die Politik ändern! Wir müssen uns alle zusammentun und etwas gegen die Regierung unternehmen.“ Wer sich in China auf einen Platz stellt und das laut ruft, bekommt großen Ärger. Denn Kritiker oder Gegner der Regierung sind in dem Riesenland in Asien nicht gern gesehen. Die Partei, die dort schon lange regiert, betrachtet diese Leute als Feinde. Immer wieder hört man, dass Regimekritiker bedroht oder eingesperrt werden. Man will sie damit einschüchtern und zum Schweigen bringen. So will die Partei an der Macht bleiben.

Jemand, der versucht Kritikern zu helfen, ist der Anwalt Mo Shaoping. Er kennt sich gut mit Gesetzen aus und lebt in China. Eigentlich sollte er am Donnerstagabend unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Die reist noch bis heute durch das Land, um sich zum Beispiel mit chinesischen Politikern zu treffen. Doch zu dem Treffen zwischen Frau Merkel und dem Anwalt kam es zum Beispiel nicht. „Ich durfte nicht gehen“, sagte der Anwalt. Wahrscheinlich hatten die Behörden Angst, der Anwalt könne für sie unangenehme Dinge berichten.

Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.

 

Artikel vom 04.02.2012 © Eßlinger Zeitung

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