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Monster-Vertrag vereinte zwei deutsche Staaten
Berlin (dpa) - Plötzlich musste alles ganz schnell gehen! Unser Land war jahrelang in zwei Staaten geteilt - in die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR, im Osten und die Bundesrepublik Deutschland im Westen. Dann fielen vor 20 Jahren endlich die Grenzen. Aus zwei Staaten sollte wieder einer werden. Am besten sofort, meinten damals viele. Doch wie? Beide Seiten handelten eilig einen Vertrag aus, der das regelte. Er heißt Einigungsvertrag. Er wurde am 31. August 1990 unterschrieben. Das ist morgen 20 Jahre her. Der Vertrag wurde ein Monsterwerk: Er ist mehr als 1000 Seiten lang. Darin steht zum Beispiel, dass Berlin die Hauptstadt des vereinten Deutschlands sein sollte. Dass die Gebiete der DDR zur Bundesrepublik gehören sollten. Und dass die Bundesrepublik die alten Schulden der DDR übernahm.
Der Vertrag machte den Weg frei, damit die DDR am 3. Oktober 1990 zur Bundesrepublik beitreten konnte. Allerdings war es damit nicht getan. Die Menschen auf beiden Seiten hatten jahrelang mit verschiedenem Geld bezahlt. Ihr Alltag war sehr unterschiedlich gewesen. Die Wirtschaft hatte in den zwei Staaten anders funktioniert.
Es gab einen Berg an Problemen: Zum Beispiel verloren viele Menschen im Osten ihre Jobs, weil Firmen dichtmachten. Generell waren die ostdeutschen Gebiete viel ärmer als die im Westen. Und es wurde jahrelang Geld in den Osten gepumpt, um ihn aufzupäppeln - bis heute. Natürlich freuten sich Menschen auf beiden Seiten riesig, dass sie wieder gemeinsam in einem Land wohnten. Aber es gab auch Kritiker. Viele waren nicht einverstanden damit, dass die DDR und vieles, was dort gegolten hatte, verschwand. So bekamen viele Menschen im Osten das Gefühl, dass ihre Ideen und ihre Lebensweise nichts mehr wert waren.



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