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Riesenprotest gegen den neuen Bahnhof
Stuttgart (dpa) - Ein ganzer Bahnhof soll unter die Erde! In Stuttgart wird ein neuer Hauptbahnhof gebaut. Und zwar unterirdisch. Die Züge sollen künftig durch Tunnel unter der Stadt fahren. Bisher mussten die Züge in den alten Bahnhof reinfahren, stoppen und rückwärts wieder herausfahren. Es ist nämlich ein sogenannter Kopfbahnhof. Stattdessen soll Stuttgart einen Durchgangsbahnhof bekommen, wo Züge halten und geradeaus weiterfahren können. Über der Erde wird ein großes Grundstück frei, das bislang durch Gleise belegt ist. Dort soll ein neuer Stadtteil entstehen. Das Ganze heißt „Stuttgart 21“.
Manche Leute finden das Projekt praktisch und gut. Doch andere sind komplett dagegen. Sie wollen unter anderem nicht, dass Teile vom alten Bahnhof abgerissen, Bäume im Schlossgarten gefällt und Tunnel gebohrt werden. Viel zu teuer sei das alles, meinen manche - der Bahnhof soll nämlich mehrere Milliarden Euro kosten. Wieviel genau, darüber wird gestritten. Seit Wochen stehen fast jeden Tag Gegner vor dem alten Bahnhof und demonstrieren. Einige haben die ganze Nacht zu Donnerstag sogar auf einem Teil des Gebäudes gesessen, der abgerissen wird. Obwohl Hunderte Polizisten die Baustelle eigentlich absperren. Wegen der Besetzer mussten die Bauarbeiter zeitweise eine Pause einlegen. Gestern Nachmittag stürmte ein Sonderkommando der Polizei das Dach des Nordflügels und holte die Demonstranten herunter. Anschließend wurde der Abriss des Gebäudes fortgesetzt.



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