KINDERLEICHT
Streit um Überwachung in Firmen
Berlin (dpa) - Juhu, jetzt wird Blödsinn gemacht! So denken manche Schüler, wenn der Lehrer mal für kurze Zeit aus dem Klassenraum geht. Sie fangen an herumzutoben. Vielleicht klaut auch einer Kreide oder anderes, weil er denkt: Der Lehrer sieht's ja nicht. Aber was ist, wenn es eine Videokamera im Klassenzimmer geben würde und die filmt alles? In Schulen gibt es das zwar nicht - aber in manchen Firmen. Das hat in bestimmten Fällen schon für jede Menge Ärger gesorgt. Einige Unternehmen haben winzige Kameras, mit denen Mitarbeiter gefilmt und so überwacht werden - ohne dass die Leute davon wissen. Aber damit könnte bald Schluss sein. Die Regierung will die heimliche Filmerei verbieten. Gestern haben die Politiker dazu ein Gesetz auf den Weg gebracht. Viele Chefs sind strikt gegen das Verbot. Sie sagen: Die heimliche Filmerei nach bestimmten Regeln kann wichtig sein. Sie wollen so zum Beispiel Lagerräume überwachen. Manche Mitarbeiter würden klauen. Andere finden die heimliche Filmerei schlimm. Angestellte hätten damit das Gefühl, dass man hinter ihnen herschnüffelt und ihnen nicht vertraut. Und dass Chefs Dinge über sie erfahren könnten, die sie lieber für sich behalten möchten.



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