KINDERLEICHT
Stadtbesichtigung per Google
Berlin (dpa) - London erkunden, ohne das Haus zu verlassen? Das kann jeder, der einen Computer mit Internetverbindung hat. Wie das geht? Zum Beispiel mit „Street View“ (gesprochen: strit wju), einem Angebot von Google. Übersetzt heißt das etwa: Straßen-Ansicht. Einige finden das eine tolle Idee, andere Leute finden das gar nicht gut.
Doch: Wie erlebe ich überhaupt die Stadt London in Großbritannien, wenn ich weder ein Flugzeug noch ein Schiff nehmen will? Zuerst gehst du im Internet auf die Seite „www.maps.google.de“. Dann gibst du zum Beispiel „Big Ben, London“ in die Suchmaske ein und klickst auf „Maps-Suche“. Und schon bist du dort - zunächst aber nur auf einem Stadtplan. Nun ziehst du das kleine orangefarbene Männchen links über der Vergrößerungs-Skala mit gedrückter Maustaste auf die Straße - neben das Zeichen für den Big Ben. Wo du hin willst, erscheint ein grüner Mini-Klecks. Schon stehst du vor dem Turm mit den berühmten Glockenschlägen. Und wenn du mit der Maus oben klickst oder das Bild ein wenig nach unten schiebst, kannst du bis zur Uhr schauen.
Nun ziehst du dich wie an einem Seil an der Linie in der Bildmitte entlang. Zum Spazieren klickt man doppelt auf eine weiter entfernte Stelle auf der Linie oder daneben. Dann „fliegt“ man dorthin. Oder man will schauen, wie es hinter einem aussieht: Dann muss man mit der Maus auf die Bildmitte und dann immer weiter nach links klicken. Das alles ist aber gar nicht so einfach. Man braucht ein wenig Übung, damit alles schnell gelingt. Rechts unten, auf einer kleinen Karte, siehst du übrigens, wo dein Männchen gerade unterwegs ist.
Solche Stadttouren funktionieren in Berlin, Hamburg oder Stuttgart - noch - nicht. Bald soll aber auch jeder die Straßen und Häuser in Deutschland angucken können. Doch darüber wird gerade viel gestritten. Manche Leute wollen nicht, dass ihre Häuser zu sehen sind. Sie haben etwa Angst vor Einbrechern. Gestern hat die Bundesregierung über „Street View“ gesprochen.



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