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Wo ist das viele Öl im Meer geblieben?
New Orleans (dpa) - Von den großen Ölteppichen auf dem Meer ist nicht mehr so viel zu sehen. Und Politiker und Verantwortliche sagen, dass ein großer Teil des Öls weg sei, zum Beispiel verdunstet in die Luft. Es wirkt fast so, als sei die Ölpest vor der Südküste der USA erst einmal überstanden. Aber stimmt das? Wochenlang sprudelten im Golf von Mexiko viele Millionen Liter Öl ins Meer, weil eine Ölplattform gesunken war. Erst spät konnte das Bohrloch gestopft werden. Hunderte Meeresschildkröten, Seevögel und andere Tiere starben. Wissenschaftler und Naturschützer warnen jetzt: Die Gefahr für die Tiere ist noch lange nicht vorbei! „Das Öl ist zwar nicht mehr so richtig zu sehen. Aber es ist immer noch da“, sagt die Expertin Sylvia Frey. Der Ölkonzern BP habe eine Chemikalie eingesetzt, um das Öl zu beseitigen - auch tief unter Wasser. „Das Öl wurde dadurch in viele kleine Tröpfchen zersetzt. So ist es unsichtbar. Aber es kann immer noch großen Schaden anrichten“, warnt die Meeresbiologin. Auch der Experte Stephan Lutter sagt: „Das Öl wabert durch den Ozean, durch das ganze Wasser.“ Das ist für Tiere gefährlich.
Im Meer leben viele kleine Lebewesen, zum Beispiel Muscheln, Krebse und kleine Fische. „Die schweben alle im Wasser und kommen mit dem Öl in Kontakt“, erklärt Stephan Lutter. „Das Öl verklebt sie, dann bekommen sie keine Luft mehr.“ Und Sylvia Frey sagt: „Gerade viele kleine Lebewesen pumpen das Wasser sozusagen durch sich durch. Sie haben eine Art Filter, um Nahrung aus dem Wasser zu filtern. Wenn der verklebt, verhungern sie.“
Die Fachleute warnen auch: „Wie schlimm die Folgen dieser Öl-Katastrophe sind, lässt sich noch gar nicht genau sagen.“ Es könnte Jahrzehnte dauern, bis die Natur wieder so ist wie vor dem Unglück.



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