KINDERLEICHT
Rutschgefahr durch Eintagsfliegen
Schwandorf/Schwarzenfeld (dpa) - Unzählige Eintagsfliegen sind derzeit regelmäßig am späten Abend in einer Gegend Bayerns unterwegs. Das ist ein irrsinniges, allerdings ziemlich kurzes Flattern. Denn: Nachdem sie geschlüpft sind, paaren sich die Eintagsfliegen. Und kurz nach der Paarung sterben die Männchen. Das Problem: Die toten Eintagsfliegen verwandeln die Straßen und Brücken in Rutschbahnen. Das kann etwa für Autofahrer oder Motorradfahrer gefährlich werden. Manchmal muss sogar die Feuerwehr anrücken: Die Helfer schippen die kleinen Insekten zusammen, packen sie auf Schaufeln und werfen sie in einen Fluss. Mit der Schaufelei wollen die Helfer verhindern, dass es kracht. Sogar Warnschilder wurden schon aufgestellt.
Warum sind aber entlang dem Fluss Naab so viele Larven und Eintagsfliegen zu finden? Experten vermuten, dass den Larven dort der feinkieselige Boden gefällt.
Übrigens: Die Larven leben mehr als ein Jahr lang im Wasser. Wenige Stunden oder Tage nach dem Schlüpfen sterben die Eintagsfliegen aber schon wieder, erklärt ein Insekten-Fachmann. Auch die Weibchen sterben nach der Paarung. Zuerst legen sie aber ihre Eier im Wasser ab.



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