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Bei Hochwasser kommt Hilfe oft von oben
Berlin (dpa) - Straßen verwandeln sich in reißende Flüsse. Häuser laufen voll. Hochwasser! Viele Menschen versuchen dann, sich in Sicherheit zu bringen. Sie klettern auf Dächer oder Bäume. Oder sie halten sich an Laternenmasten fest, um nicht von den Wassermassen mitgerissen zu werden. Hilfe kommt dann oft von oben. Bei Flutkatastrophen sind oft Luftretter im Einsatz. „Die Helfer fliegen mit Hubschraubern über die Gebiete und seilen sich zu den Menschen ab“, sagt die Expertin Svenja Koch. „Mit Booten kommen die Helfer in der Regel nicht so gut an die Menschen heran. Damit können sie sich in reißenden Fluten kaum auf der Stelle halten“, erklärt die Fachfrau. Da ist die Rettung aus der Luft häufig der beste Weg - aber auch aufregend.
Wenn Hindernisse im Weg sind, muss der Hubschrauber manchmal sehr weit oben auf der Stelle fliegen. Der Luftretter seilt sich dann ab. „Man muss auf jeden Fall schwindelfrei sein. Das kann aus einer Höhe von 70 Metern sein“, erzählt der Luftretter Christoph Uhl. 70 Meter - höher als manches Hochhaus. Die Einsätze sind oft nachts. Nur ein Scheinwerfer erhellt den Ort. Der Luftretter muss den Menschen zu fassen bekommen, festhalten und dann mit einem Gurt und Haken am Seil befestigen - und das womöglich im tosenden Gewässer. „Man muss topfit und ein sehr guter Rettungsschwimmer sein“, sagt Christoph Uhl. Er mag seine Arbeit nicht nur, weil sie oft abenteuerlich ist: „Die Leute sind heilfroh, wenn wir kommen und ihnen helfen.“



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