KINDERLEICHT
Schulen sollen sicherer sein
Winnenden (dpa) - Ziemlich genau ein Jahr ist es her: Damals tötete ein Junge an einer Schule in Winnenden in Baden-Württemberg mehrere Menschen. Man nennt so etwas oft Amoklauf. Das Wort „Amok“ kommt aus einer asiatischen Sprache. Sie heißt Malaiisch. Es bedeutet so viel wie „wütend“. Viele Leute haben sich nach der Tat in Winnenden Gedanken gemacht, wie man so etwas verhindern kann. So setzten sich in Baden-Württemberg Experten zusammen und sammelten Ideen. Sie forderten zum Beispiel, dass die Schulen eine Art Amokalarm einrichten. Der soll so ähnlich funktionieren wie der Feueralarm. In vielen Schulen in Baden- Württemberg und anderen Ländern gibt es schon so einen Alarm.
Bei solchen Warnsignale ist wichtig: Sie sollten sich sehr unterschiedlich anhören. Jeder muss sofort wissen, ob es brennt oder ob es einen Amoklauf gibt. Denn beim Feueralarm muss man ganz schnell aus der Schule rauslaufen. Bei einem Amoklauf dagegen ist es viel besser, sich in einem Zimmer einzuschließen. Außerdem darf nicht jeder von außen die Türen der Klassenzimmer öffnen können. Auch deshalb gibt es in vielen Schulen Türknäufe statt Klinken. Von innen kann man diese Türen immer aufmachen. Von außen braucht man dazu einen Schlüssel.
Manche Experten schlugen auch vor, Türspione anzubringen. Durch diese kleinen Gucklöcher kann man sehen, wer draußen steht, ohne dass man die Tür aufmachen muss.
Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.



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