KINDERLEICHT
Abgeordnete reden die ganze Nacht übers Geld
Berlin (dpa) - Neue Trikots für den Fußballverein müssen her. Und alle Spieler und Leute im Verein sollen mit entscheiden. Doch das sind ziemlich viele und jeder hat eine andere Idee. Manchmal lässt sich das Problem lösen. Man wählt eine Arbeitsgruppe, die einen oder mehrere Vorschläge ausarbeitet und sich darauf einigt. Am Ende stimmen dann alle darüber ab.
Ein bisschen so läuft es auch in der Politik, zum Beispiel im Bundestag in Berlin. Es wäre wahnsinnig schwierig, wenn die Themen immerzu mit allen Leuten im Parlament beredet würden. Deshalb gibt es für bestimmte Themen feste Arbeitsgruppen, Ausschüsse genannt. In ihnen sitzen wie im Parlament die Politiker der verschiedenen Parteien. Der größte Ausschuss ist der Haushaltsausschuss. Ihm gehören 41 Mitglieder an. Und die haben gerade einen ziemlichen Tagungs-Marathon hinter sich - mit einer Abschlusssitzung, die die ganze Nacht bis gestern früh ging. Die Mitglieder einigten sich am Ende, wie der Haushaltsplan des Staates für dieses Jahr ganz genau aussehen soll. In dem Plan - auch Etat genannt - steht zum Beispiel: Welches Ministerium darf wofür Geld ausgeben? Und wie viele neue Schulden will der Staat machen? Mehr als 80 Milliarden Euro. Das ist Rekord, aber nicht ganz so viel, wie die Regierung noch vor ein paar Wochen geplant hatte.
Ganz beschlossen ist der Etat damit aber noch nicht. Denn der Ausschuss kann nur einen Vorschlag abgeben. Er gilt erst, wenn am Ende der Bundestag zustimmt. Der will darüber Mitte März beraten.
Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.



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