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KINDERLEICHT

Häuser verschwinden plötzlich im Boden

Köln (dpa) - Es ist ein Jahr her, aber vergessen ist der Schreck noch lange nicht: In Köln in Nordrhein-Westfalen stürzten am 3. März 2009 mehrere Häuser ein. Im Boden tat sich ein gigantisches Loch auf und die Gebäude sackten hinein. Gleich daneben wird eine neue U-Bahn gebaut. Viele vermuteten sofort, dass das Unglück etwas damit zu tun haben könnte. Zwei Menschen starben in den Trümmern. Und das ganze Stadtarchiv wurde zerstört. Im Stadtarchiv werden Texte und andere Dokumente über die Geschichte Kölns gesammelt. Gestern erinnerten sich viele Menschen in der Stadt an das Unglück. Es gab eine Gedenkfeier und ein Zug zur Unglücksstelle. Doch die Leute sind nicht nur traurig - sie sind auch sehr sauer. Denn nach und nach kam heraus, dass beim Bau der U-Bahn mächtig gepfuscht wurde. Es gibt Hinweise, dass Arbeiter zu wenig Beton eingefüllt haben. Und sie sollen auch Eisenbügel, die den U-Bahn-Schacht stabil machen sollten, gestohlen und an Schrotthändler verkauft haben. Schon seit Monaten fordern viele Menschen, dass die Sache richtig aufgeklärt wird.

Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.

 

Artikel vom 04.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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