KINDERLEICHT
Große Not nach Erdbeben in Chile
Santiago de Chile (dpa) - Die Not ist groß in Chile in Südamerika. Denn dort hat am Wochenende die Erde schwer gebebt. Zahllose Häuser sind eingestürzt, Straßen sind kaputt, oft gibt es weder Strom noch Wasser. Verloren gegangen ist auch ein Teil der Ordnung in dem Land. Menschen fingen an, Apotheken und andere Geschäfte zu plündern. Sie sammelten für sich ein, was sie an Medikamenten und Lebensmitteln finden konnten.
Die chilenische Regierung will das verhindern. Sie schickte deshalb Tausende Soldaten in die Region. Und sie verhängte zum Beispiel in der großen Stadt Concepción in der Nacht zum gestrigen Montag eine Ausgangssperre. Nur wenige Menschen trauten sich deshalb nachts aus den Häusern.
Als kostenlose Lebensmittel verteilt wurden, kam es zu Rangeleien. Damit das Chaos in Chile nicht noch größer wird, soll nun schnell mehr Hilfe kommen. Die Präsidentin Michelle Bachelet kündigte einen Plan an, wie Essen, Decken und Medizin im Erdbebengebiet verteilt werden sollen. Sie bat auch das Ausland um Unterstützung. Chile brauche Hilfe in den Krankenhäusern, um Brücken zu bauen, Häuser zu reparieren und Trinkwasser zu gewinnen. Aus Deutschland sind bereits ein paar Helfer nach Chile gereist.
Das Beben war enorm stark. Viele Menschen starben dabei oder wurden verletzt. Wie viele - das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Denn noch sind nicht alle Opfer gezählt. „Je mehr Zeit vergeht, desto mehr schlechte Nachrichten werden wir bekommen“, sagte ein chilenischer Minister.
Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.



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