KINDERLEICHT
Neue Pläne für Soldaten in Afghanistan
Berlin (dpa) - Die deutsche Regierung kann längst nicht alles alleine bestimmen. Wenn es um neue Gesetze und andere wichtige Fragen geht, dann hat der Bundestag viel mitzureden. In dem Parlament in Berlin sitzen Politiker aller großen Parteien. Sie stimmten gestern über die neuen Pläne der Regierung für Afghanistan ab. Das Ergebnis: Die Pläne wurden mit großer Mehrheit angenommen. 429 von 586 Abgeordnete stimmten dafür.
Afghanistan liegt sieben bis acht Flugstunden von Deutschland entfernt in Asien. Warum beschäftigt sich das deutsche Parlament mit einem Land, das so weit weg ist? In Afghanistan wird schon lange gekämpft. Dort sind seit 2001 viele ausländische Soldaten - unter anderem eben auch der Bundeswehr - im Einsatz. Sie sollen gegen aufständische Gruppen vorgehen und der Bevölkerung helfen.
Der Bundestag entscheidet immer wieder neu darüber, ob der Einsatz verlängert wird und wie viele Soldaten nach Afghanistan sollen. Gestern beschlossen die Abgeordneten, die Zahl der Soldaten von 4500 auf 5350 aufzustocken. Außerdem soll künftig mehr für die Ausbildung afghanischer Soldaten und Polizisten getan werden. Der Einsatz der Bundeswehr läuft zunächst bis Februar 2011. Dann muss der Bundestag erneut entscheiden. Anfang nächsten Jahres soll aber auf jeden Fall mit dem Abzug deutscher Soldaten begonnen werden. Das Ziel: Irgendwann sollen alle deutschen Soldaten aus dem Land raus sein. Wann es so weit ist, ist aber noch offen.
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