KINDERLEICHT
Aschermittwoch - ein Tag für Sprücheklopfer
Passau/Vilshofen (dpa) - Es ist ein Tag für Sprücheklopfer. Am Aschermittwoch dürfen Politiker richtig Dampf ablassen. Sie dürfen noch lauter rumpöbeln als sonst. Und es stört fast niemanden. Denn beim sogenannten politischen Aschermittwoch gehört Rumpöbeln zur Tradition. Es gibt extra Versammlungen, bei denen Politiker Reden halten und mit ihren Gegnern aus anderen Parteien abrechnen. Ärgern sollte sich deswegen keiner - auch das ist Tradition.
Die Partei CDU schimpft etwa auf die SPD, die Linken auf die FDP, die Grünen auf die CSU. Und alle präsentieren sich selbst als die Besten. Dafür haben die Parteien an mehreren Orten in Deutschland ihre eigenen Veranstaltungen. Besonders beliebt ist der politische Aschermittwoch in Bayern. Die bayerische Partei CSU teilt häufig besonders kräftig aus.
Das mag auch an der langen Geschichte des Tages dort liegen. Denn der politische Aschermittwoch soll seinen Ursprung in dem bayerischen Ort Vilshofen haben. Anfangs - vor mehr als 400 Jahren - lästerten nicht die Politiker, sondern Bauern auf einem Tiermarkt. Sie redeten über alles Mögliche - später auch über die Politik.
Für die Rubrik „Kinderleicht“ wählen wir täglich ein aktuelles Thema aus, das wir speziell für Kinder in kindgerechter Sprache erklären.



Artikel kommentieren