Als Krönung einen Büffelritt
AboPlus-Teilnehmer zu Gast bei den Albbüffeln: Information, Genuss und echte schwäbische Charakterköpfe
Esslingen – Wer mit der Eßlinger Zeitung einen Ausflug macht, kann was erleben: urige Albbewohner mit zwei und mit vier Beinen, Alphornklänge, herrliche Landschaft und ungewohnte kulinarische Genüsse wie Büffelfleisch oder Büffelkäse. Deren Lieferanten waren die Stars bei der jüngsten AboPlus-Aktion für EZ-Abonnenten, einer Fahrt „zu den Albbüffeln“.
Von Karin Ait Atmane
Ein Biologe würde sagen: Es gibt gar keine Albbüffel. Die EZ-Abonnenten wissen dagegen: Und ob es die gibt – echte Urviecher sind das, und ihre Halter sind nicht weniger urig. Denn streng wissenschaftlich gesehen handelt es sich zwar um Wasserbüffel aus Rumänien, aber die sind mittlerweile zur Marke auf der Alb geworden. 38 Leserinnen und Leser der Eßlinger Zeitung haben sich im komfortablen Reisebus auf den Weg gemacht. Jetzt stehen sie an der Weide,
Aug in Aug mit gut 200 Wasserbüffel-Kühen und –Kälbern und einem Stier. Der zugehörige Cowboy trägt stilgerecht Lederstiefel und Hut, heißt Willi Wolf und redet gern Klartext auf gut Schwäbisch. „Der Pleitegeier“, kommentiert er trocken, als ein Milan über der Weide kreist. Im lebhaften Gespräch mit den Besuchern erzählt Wolf von seinem Bio-Betrieb, von seinen Tieren und ihren Dickschädeln, von intelligenter Vermarktung und bürokratischen Fußangeln. Zwischendrin schickt er seine Bordercollies los, die die Herde immer wieder zusammentreiben.
„Meine Viecher scheißen Strom“
Die Büffel sind den ganzen Sommer draußen und im Winter im Laufstall, wo sie rund 2300 Tonnen Mist produzieren. Wohin damit? Ab in die Biogasanlage: „Meine Viecher scheißen jeden Tag 80 Euro Strom, das hab‘ ich mir ausrechnen lassen!“, erklärt Wolf stolz. Die Nachfrage nach dem sehr zarten, mageren Fleisch ist groß, aber mangels Fläche kann der Cowboy seine Herde nicht vergrößern. Geschlachtet wird nach Bedarf und ausschließlich von der Metzgerei Failenschmid in Gächingen. Dann reitet Wolfs Sohn mit dem Lasso über die Weide und fängt die passenden Tiere ein. Begeistert fährt die Gruppe weiter zur Hohensteiner Hofkäserei auf dem Heidecker Hof, wo die Büffel zu einem ganz anderen Zweck gehalten werden: zum Melken. Helmut Rauscher und seine Frau Karin aus der französischen Schweiz begrüßen die Gäste mit Alphornklängen. Dann nimmt Rauscher, der ebenfalls mit reichlich Humor gesegnet ist, die Gruppe mit auf die Weide: Aber bitte schön im „Rudel“ bleiben, schließlich nähert man sich einem Grüppchen hochschwangerer Büffelkühe. Da wird es einigen Besuchern doch leicht mulmig, zumal beim Näherkommen eins der Tiere aufsteht. „Komm mal her, 823!“, lockt der Bauer seine Lieblingsbüffelkuh, die prompt herantrottet. Als Clou darf Organisatorin Anja Schmohl von der Eßlinger Zeitung, die sonst eigentlich leidenschaftlich Pferde reitet, aufsitzen. Sie thront lachend auf dem Tier mit den charakteristisch gebogenen Hörnern. Weiter zum nächsten Höhepunkt: Die Tische mit Blick in die Käserei sind gedeckt, der cremige hauseigene Käse aus Büffel- und Kuhmilch wird mit Genuss verspeist.
Treff an der Lauterquelle
Zur Verdauung geht es rund acht Kilometer über die Alb zum Sternberg. Jacqueline Rabus, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin, hat die Tour ausgesucht und schon vorher im Bus Informatives zur Schwäbischen Alb berichtet. Sie begleitet einige bis zum Aussichtsturm auf dem Sternberg, ein anderer Teil biegt schon vorher Richtung Offenhausen ab. Dort trifft man sich wieder an der glasklaren, kalten Lauterquelle beim ehemaligen Kloster. Jetzt fehlt nur noch eins, um die Büffeltour perfekt zu machen: Büffelfleisch. Dafür fährt der Reisebus nach Hächingen zum Landgasthof Hirsch der Metzgerei Failenschmid. Anja Schmohl bekommt am Ende ein rundum positives Echo. „Das Vesper war super, die Büffel toll“, sagt Rainer Metz. Ihn und seine Frau Marlies hatte zudem gereizt, „dass man auch ein bisschen läuft und nicht nur von Punkt zu Punkt gefahren wird.“ Die Wanderung war ein Novum bei einer AboPlus-Aktion,
fand aber viel Beifall. Für Katharina Probst waren eindeutig die Büffel der Höhepunkt. Michael Raatz ist zwar oft auf der Alb unterwegs, bekam aber noch selten so viel Anregung und Information: „Super, ich bin begeistert“, sagt der Neu-Abonnent der Eßlinger Zeitung.
Mehr Bilder unter:
http://mediathek.ez-online.de
Mehr Infos zu den Programmpunkten:
http://www.albkaes.de
http://www.willi-wolf.de
http://www.failenschmid.de



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